Angela - Elephant Room Mama


Schwangerschaft
Mit der Elephant-Idee ging ich einige Jahre schwanger. Die Idee ist in mir gewachsen und herangereift. 

Geburt
Die Geburt (Finden der Räume, Finanzierung, Renovierung, Entwicklung der Webseite) dauerte sehr lange und war wehenreich. Nun endlich ist es geschafft! Das Elephant Baby ist auf der Welt, die Schmerzen und Komplikationen der Geburt sind (fast) vergessen.

Verliebt
Ich bin sehr verliebt  in mein Baby und werde alles tun, damit es wächst und sich prächtig entwickelt.

Glück macht Mut!   Imagine!   Es gibt nichts Gutes, außer frau tut es!
 

Sandra

Architektin, Vastu-Beraterin, Yogalehrerin

Zuständig für den Innenraum, die Außenwirkung und für das Elefantenfeld. 

Möge das Gras immer grün sein, der Horizont türkis und die Oase blau.

Margret

Unsere elephantastische Bürokraft

Die blau-graue Eminenz im Hintergrund, ohne die unsere Elefanten längst ausgewandert wären

Stefanie

"Unverhofft kommt oft" und schwups, schon bist Du "Guter Elefanten".

Liebe Stefanie, auch wenn Du vorher nicht so viel am Hut hattest mit Elefanten und Kunst, so hast Du doch den längsten Rüssel für Textgestaltung, Sprache, Onlinemarketing.

Herzlich willkommen im Team!

Serafina

Die Jüngste in unserem Elefanten-Team

Sie behält auch in spannungsgeladenen Situationen Ruhe und Gelassenheit.

Sie ist die Hüterin unseres Goldenen Tores - Serafina, "die Funkelnde".

Sabine

Sabine ist tatkräftig in der Entwicklungsphase eingesprungen.

Sie hat die ersten Therapeuten-Unterseiten mit Mühe und Geduld angelegt.

Nicht zu vergessen: die minutiöse Recherche zu Gastro, Gewerbe, Hotels in der Nähe.

Danke für Deinen kurzfristigen, spontanen Einsatz! Vielleicht kommst Du ja im Sommer/Herbst wieder dazu und bleibst länger.

Philosophie

Wesen aus Urwelten

„Die Idee des Elefanten ist unvergänglich.“  Schon Arthur Schopenhauer (1788-1860) bewunderte die zeitlosen Überlebenskünstler. Seit mehr als 50 Millionen Jahren bevölkern Rüsseltiere unterschiedlichster Arten unseren Planeten. Vom Mammut bis zum heutigen Elefanten waren sie in allen Vegetations- und Klimazonen der Erde zu finden. Der Elefant – Sinnbild für das immerwährende Entstehen und Vergehen in der Natur.

Matriarchat

Elefantenherden sind in streng weiblicher Hand. Respektierte und erfahrene Muttertiere, meist Schwestern, führen ihre Kälbergruppe zusammen sicher auf der Wanderschaft. Mit Mut und Autorität verteidigen sie ihre Familie vor Feinden und gewährleisten innerhalb der Gruppe Harmonie und Ordnung. Empfindet man Sympathie und Freundschaft können sich durchaus auch nichtverwandte Kühe einer Familiengruppe aus 20-30 Tieren anschließen.  Elefantenbullen sind in der Regel in eigenen Wandergruppen unterwegs und stoßen nur während der Paarungszeit zu den Kuhherden.

 

Loyalität und Liebe bis in den Tod

Ähnlich wie wir Menschen können auch Elefanten komplexe Gefühle empfinden. Stirbt ein Herdenmitglied, versammeln sich alle, teils sogar mehrere Tage, um ihren toten Kameraden, um Abschied zu nehmen. Einige Aufzeichnungen belegen, dass nicht nur die eigene Familie trauert, sondern auch herdenfremde Tiere Trauer zeigen. Sie zollen jedem toten Dickhäuter ihren Respekt durch Berührungen oder mit Blättern, die sie über die Knochen legen. Noch Jahre später halten sie an dem Ort der Trauer kurz inne, wenn sie dort vorbeikommen.

Umgangssprache

Elefanten kommunizieren mit ihrer vielschichtigen Sprache Stimmungen und Emotionen. Das Spektrum reicht von tiefen, schmerzbekundenden Kehlgeräuschen über leises Quieken bei Isolation oder Langeweile bis hin zu freudigem Schnurren zur Begrüßung. Mancher Elefanten-Betreuer durfte auch schon dem melodischen Gesangstalent der sanften Riesen lauschen. In alten Jägergeschichten ist oft von einem unheimlichen Elefantenzittern die Rede. Für uns nicht wahrnehmbare Laute im untersten Schwingungsbereich lösen eine vibrierende Spannung in der Luft aus.

 

Rücksichtsvoll

Elefanten sind von Natur aus friedliebende Tiere, die niemals töten würden, wenn sie es vermeiden können. Nicht einmal Kleinlebewesen zertreten sie, wenn sie sie rechtzeitig sehen. Auch im Umgang mit Menschen sind sie äußerst rücksichtsvoll. Zirkuselefanten, die ihren Trainer beispielsweise am Kopf oder an den Beinen durch die Manege tragen, schieben stets ihre Unterlippe zwischen Zähne und den Körper des Menschen. So verhindern sie, dass der Mensch durch ihre Zähne verletzt wird. Werden Elefanten allerdings misshandelt oder sind sie durch zu lange Isolation frustriert, können sie ihren Peiniger in einem plötzlichen Wutanfall auch töten.

Anatomie, Vegetarier

Der kluge Kopf

Der Elefant hat nicht nur einen mächtigen Kopf mit starker Knochenstruktur, sondern ist auch das Land-
säugetier mit dem größten Gehirn. Neben dem Delfin zählt der Dickhäuter zu den klügsten Lebewesen mit hervorragendem Langzeitgedächtnis. Die intelligenten Tiere merken sich gute und schlechte Erfahrungen und erkennen Freund beziehungsweise Feind auch noch nach Jahren. Wie auch der Mensch bildet jeder Elefant zudem ganz individuelle Begabungen aus.

Rüssel

Der Verlust seines Rüssels bringt dem Elefanten über kurz oder lang den sicheren Tod. Mit dem Allrounder erreicht er Äste in bis zu sechs Metern Höhe und erkennt die Qualität von Nahrung zu seinen Füßen. Vor allem die Rüsselspitze ist bei der Nahrungsaufnahme unverzichtbar. Auch die Wasseraufnahme ist ihm ohne Rüssel nicht möglich. Außerdem sichern Elefanten damit ihre Umgebung wie mit einem Radar. Sie erkennen Wasserquellen und paarungswillige Artgenossen in bis zu 20 Kilometern Entfernung.

Stoßzähne

Das wichtigste Werkzeug des Elefanten – in Kombination mit dem Rüssel –  ist zugleich seine größte Gefahr: die Stoßzähne aus Elfenbein. Die bis zu 100 Kilo schweren Schneidezähne dienen dem Elefanten etwa zum Aufwühlen von Wasserlöchern oder zum Wegschaffen von Hindernissen. Doch das wertvolle Elfenbein ruft auch habgierige Jäger auf den Plan, die die erhabenen Tiere nur ihre Zähne wegen verfolgen und töten.

Vegetarier - Veganer

Der Speiseplan freilebender Dickhäuter ist rein vegetarisch und besteht aus Gräsern, Wurzeln, Ästen und Rinden.  Besondere, aber eher seltene Leckerbissen sind süße Früchte, Kräuter oder Wildgemüse. Was auch uns Menschen empfohlen wird, ist für den Elefanten selbstverständlich: Hektik und Stress beim Essen ist ihm fremd.  Mit seinem Rüssel bündelt er seine Nahrung in mundgerechte Happen und hält sie solange mit der Unterlippe fest, bis in seinem Maul tatsächlich auch Platz für weitere Leckerbissen ist.

Langstreckenschwimmerinnen

Die riesigen Landsäugetiere sind wahre Wasserratten. In Gegenden mit Seen und Flüssen verbringen Elefanten die meiste Zeit im kühlen Nass. Ende des 19. Jahrhunderts wurde etwa beobachtet, wie eine Herde die Mündungsarme des Ganges schwimmend durchquerte. Nach sechs Stunden sollen sie an eine Sandbank gekommen sein und weitere drei Stunden später hatten sie wieder festen Boden unter den Füßen. Auch das offene Meer bereitet ihnen keine Schwierigkeiten. Küstennahe Inseln zum Beispiel im Golf von Bengalen erreichen sie problemlos. Mit 2,7 km/h können sie bis zu 49 km zurücklegen.

Emotionen

Elefanten sind bekanntermaßen sehr emotionale Tiere. Mehrfach wurde berichtet, dass vor allem Tiere in Gefangenschaft ihr Leid und ihren Kummer mit stillen Tränen ausdrückten. So geschah es wohl in Missouri, dass eine Elefantenkuh namens Sadie beim Einstudieren einer Dressurnummer nicht wusste, was von ihr verlangt wurde, und daraufhin davongelaufen ist. Während der Bestrafung soll sie sich auf die Seite gelegt und wie ein Kind geweint haben. Von einem anderen Vorfall berichtete der Elefantenexperte Karl Kock. Er habe einen Elefanten in seinem engen Pferch aus Verzweiflung weinen sehen. Die Geschichten zeigen uns, dass die riesigen Wanderer uns Menschen emotional sehr viel näher sind, als wir vielleicht vermuten.

Kunst

Rembrandt

Auch wenn es zu seiner Zeit noch keinen Zoo in Amsterdam gab, beruht Rembrandts Elefant auf einer wahren Begegnung. Im Jahr 1633 kam die talentierte indische Elefantendame Hansken nach Holland, wo ihre 20-jährige Reise durch Europa begann. Mit zahlreichen Kunststücken begeisterte das hierzulande exotische Tier die europäische Bevölkerung.  Rembrandt hielt seine Begegnung mit dem besonderen Dickhäuter in einer Radierung fest.   (Der Elefant Hansken, Graphische Sammlung Albertina, Wien I Rembrandt Harmenszoon van Rijn * 15.07.1606 Leiden, † 04.10.1669 Amsterdam)

Franz Marc

Für Franz Marc gab es nichts Reineres und Schöneres als die Tierwelt. Die Liebe zu Tieren brachte er in seinen Bildern zum Ausdruck. Bei der Mehrheit seiner Arbeiten spielte Farbe eine zentrale Rolle. So stellte er die Männlichkeit von Tieren gerne in Blautönen dar, während die Farbe gelb Weiblichkeit symbolisierte. Anders verhält es sich jedoch bei seinem Werk „Elefant“. Franz Marc verewigte das kraftvolle Tier als Kreidezeichnung auf Papier, zu bewundern in der Kunsthalle Hamburg.   (Elefant, Kunsthalle Hamburg I Franz Marc * 8.02.1880 München, † 4.03.1916 Braquis bei Verdun)

Andy Warhol

In künstlerischer Weise macht Andy Warhol auf die Bedrohung des Elefanten und seines Lebensraums aufmerksam.  „African Elephant“ ist Teil der Pop-Art-Serie „Endangered Species“, die Warhol verschiedenen Tierschutzorganisationen zur Verfügung stellte. Die besondere Technik Warhols, Fotografien zu kolorieren und anschließend nachzuzeichnen, lässt die Standhaftigkeit des stolzen Elefanten schwinden. Die Bedrohung der Tierwelt lässt sich kaum eindrucksvoller in Szene setzen.   (African Elephant, Courtesy Ronald Feldman Fine Arts, New York I Andy Warhol * 06.08.1928 Pittsburgh, Pennsylvania, † 22.02.1987 in Manhattan, New York City)

Salvador Dali

Der Elefant als Träger der Versuchung, so erscheinen die prachtvollen Tiere in Salvador Dalis Gemälde „Die Versuchung des heiligen Antonius“. Antonius kniet vor einer Reihe Elefanten, auf deren Rücken die Symbole für Wollust, Reichtum, Macht und Völlerei dargestellt sind.   (Die Versuchung des heiligen Antonius, Musées royaux des Beaux-Arts de Belgique, Brüssel I Salvador Dali * 11.05.1904 Figueres, Katalonien, Spanien, † 23.01.1989 ebenda)

Max Ernst

Bei Max Ernst ist der Elefant eine scheinbar willkürliche Zusammensetzung technischer Elemente. „Der Elefant von Celebes“ mit einem Gasometer als Körper und einem Ofenrohr als Schwanz – oder doch Rüssel? – strahlt Würde, Bedrohlichkeit und Fremdheit aus. Attribute, die den imposanten Rüsseltieren bei naturwissenschaftlicher Betrachtung oft abhandenkommen. Max Ernst gibt sie ihnen in seiner eigenen Traumwelt zurück.   (Der Elefant von Celebes, Tate Gallery, London I Max Ernst * 02.04.1891 Brühl (Rheinland), † 01.04.1976 Paris)

The Elephant’s Child von Rudyard Kipling

Den Schriftsteller Rudyard Kipling kennen die meisten wohl als Schöpfer des Dschungelbuchs. Doch er schrieb auch eine Reihe von Kurzgeschichten für Kinder („Just so Stories“), in denen er die Sonderbarkeiten der Tierwelt beschreibt. Eine dieser Geschichten, „The Elephant’s Child“, erzählt, wie der Elefant zu seinem Rüssel kam. Demnach fragte ein besonders neugieriges Elefantenkind ein Krokodil, was es denn gerne zu Mittag esse. Daraufhin packte das Krokodil die Nase des Kleinen und wollte es ins Wasser ziehen. Eine Python zog so lange an dem kleinen Dickhäuter, bis das Krokodil losließ. Doch die enorm lange Nase blieb als Rüssel zurück.

Boyd Webb

Der Neuseeländer Künstler Boyd Webb lässt mit seinem Werk „Subkontinent“ die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Im Jahr 1963 malte er einen Elefanten in die Zimmerecke und drapierte an der Wand mit dem Elefantenkopf ein reales Fahrrad. Der Sattel des Fahrrads war so an der Wand befestigt, dass es aussah, als würde der Dickhäuter ihn mit seinem Rüssel stibitzen.

Elefanten-Arten

Afrikanischer Elefant

Der afrikanische Elefant (Loxodont) ist überwiegend im Flachland Afrikas zu finden, selten auch in höheren Lagen bis 5000 Meter. Früher auf dem gesamten Kontinent weit verbreitet, besiedelt er heute nur noch geschützte Nationalparks in Süd- und Ostafrika. Besonderes Merkmal des afrikanischen Elefanten sind seine enormen Stoßzähne, die sowohl Bullen als auch Kühe besitzen. Auffallend sind zudem seine großen Ohren, über die er im heißen Klima seiner Heimat überschüssige Körperwärme abgibt.

Asiatischer Elefant

Zu den asiatischen Elefanten gehören der indische Elefant, der Sumatra-, der Sri-Lanka- und der Borneo-Zwergelefant. Asiatische Elefanten sind vor allem in tropischen Regenwäldern anzutreffen. Da ihr Lebensraum viel Schatten spendet und sie erst ab der Dämmerung aktiv werden, sind die Ohren der asiatischen Dickhäuter kleiner als die der afrikanischen Vertreter. Auch hinsichtlich Körpergröße und Gewicht ist der asiatische Elefant eher der kleine Bruder des afrikanischen Elefanten.

Waldelefanten Schwarzafrikas

In den Mythen, Natur- und Ahnenkulten zentral- und westafrikanischer Stämme spielt vor allem der Wald-
elefant eine wichtige Rolle. Anders als der Afrikanische Elefant, der die dortigen Steppen und Savannen bevölkert, lebt der Waldelefant im Dschungel Schwarzafrikas. Geprägt von seinem dicht bewachsenen
Lebensraum ist der Waldelefant die kleinste Elefantenart. Seine Wanderwege ziehen sich wie planvoll eingekerbte Wegsysteme durch den Regenwald.

Wasser- und Zwergelefanten

Nach Aussagen von Eingeborenen und Jägern sollen im Kongo spezielle Wasserelefanten zu finden sein, die im Kongobecken ein verborgenes Unterwasserleben führen sollen. Da aber alle Elefanten das Wasser lieben und es keine konkreten Hinweise auf eine eigene Art gibt, ist wohl davon auszugehen, dass einfach die dort heimischen Waldelefanten die zahlreichen Flussläufe und Tümpel zum Schwimmen und Tauchen nutzen. Auch von Zwergelefanten, die eine maximale Größe von 1,90 m erreichen sollen, ist mancherorts die Rede.

Wüstenelefanten

Auch in der kargen Wüste Namibias sind Vertreter der eigentlich wasserliebenden Dickhäuter zu Hause. Wüstenelefanten haben gelernt, mit den seltenen Futter- und Wasserstellen zu leben, und kommen 2 bis 4 Tage ohne Wasser aus. Mit Rüssel, Stoßzähnen und Vorderbeinen baggern sie in den wenigen Flussrinnen Löcher bis zum Grundwasser, was auch von anderen Wüstentieren gerne genutzt wird. Aufgrund des spärlichen Angebots an Nahrung und Wasser wandern Wüstenelefanten täglich ca. 20 bis 50 km. Die hochgewachsenen Tiere haben einen hervorragenden Orientierungssinn, der sie sicher durch die Dünenlandschaft führt.

Herde, Hochzeit, Schwangerschaft, Geburt, Familienleben

Friedliche Philosophen

Normalerweise sind Elefanten Herdentiere. Doch in Freiheit finden sich manchmal auch Einzelgänger. Meist sind es Bullen, die von jüngeren Rivalen vertrieben wurden oder sich aufgrund ihres sturen Charakters nicht in eine Gruppe integrieren können. Diese Tiere können unter Umständen gefährlich werden, vor allem wenn sie bereits von Jägern oder Wilderern verwundet wurden (sog. „Rogues“). In einigen Fällen wählen männliche Dickhäuter die Einsamkeit jedoch auch freiwillig: friedliche Philosophen, die das Alleinsein einfach genießen und nicht nach Rang und Macht streben.

 

Hochzeit

Bei den gefühlsbetonten Gemütstieren ist die Paarung alles andere als draufgängerisch und ungestüm. Sind die Fronten zwischen den Bullen – in der Regel nach harmlosen Kraftproben – geklärt, erwartet die begehrte Kuh ein rücksichtsvoller und zarter Liebhaber. Schon vor der Empfängnisfähigkeit sind die beiden in scheinbar unzertrennlicher Freundschaft verbunden. Das lange Vorspiel aus Verweigerung und Lockung beginnt und endet im nur wenige Sekunden dauernden Paarungsakt. Unmittelbar danach gesellt sich die Familie der „Braut“ dazu. Den Bund fürs Leben schließen Elefanten aber nicht.

Schwangerschaft und Geburt

Am Ende der knapp zweijährigen Schwangerschaft (20 - 22 Monate) sucht sich die Elefantendame eine vertraute Gefährtin, die ihr während der Niederkunft beisteht und sie vom Rest der Herde abschirmt. Bei der Geburt, die nur wenige Minuten dauert, kommt das Kalb mit Vorderbeinen und Kopf zuerst. Es ist noch in der geschützten Fruchtblase eingehüllt. Alle Familienmitglieder helfen nun, es daraus zu befreien und ihm auf die Beine zu helfen. Bei der Geburt ist der kleine Riese ca. 90 Zentimeter groß und wiegt etwa 100 Kilogramm.

Stillzeit

In ihren ersten sechs Lebensmonaten ernähren sich Elefantenbabys ausschließlich von Muttermilch, da der sehr kurze Rüssel noch nicht zu gebrauchen ist. Nach vier bis sechs Monaten fangen sie dann mit der Beikost aus Gras und Blättern an. Die Stillzeit dauert insgesamt zwei Jahre. Elefantenmilch weist eine besondere Zusammensetzung auf, die den Eiweißgehalt von Kuhmilch um ein hundertfaches übersteigt. Früher war es daher sehr schwer, verwaiste Kälber durchzubringen, weil man nicht wusste, welche Mischung die nötigen Nährstoffe liefert.

Kinderstube

Ein Sprichwort sagt: „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“ Bei den Elefanten übernimmt diese Aufgabe die Kuhgemeinschaft. Die Leittiere achten darauf, dass das Tempo an die Bedürfnisse der Kleinsten angepasst wird. Die Mutter beschützt und liebkost ihr Kälbchen mit dem Rüssel und hilft über Hindernisse. Von den Erwachsenen lernen die Jungen, welche Pflanzen als Nahrung dienen und wie Elefant in der Natur überlebt. Auch Maßregelung durch heftige Rüsselschläge in der Flegelzeit gehören dazu. Jungbullen müssen die Herde mit Geschlechtsreife verlassen.

Geschichte in den Kulturen

Die Sintflut-Sage

Die heutigen Elefanten können auf eine lange Ahnenreihe zurückblicken und dennoch sind im Laufe der Evolution viele Arten der erhabenen Kolosse verschwunden. Vor allem das Ende der letzten Eiszeit hat enorme klimatische Veränderungen und ein massenhaftes Artensterben nach sich gezogen. Diese urzeitliche Katastrophe wurde von zahlreichen Kulturen und Völkern in Sintflut-Sagen aufgegriffen und interpretiert.

Von Narwalzähnen, Mammutstoßzähnen und Einhörnern

Mittelalterliche Fossilienfunde stellten die damalige Bevölkerung vor einige Rätsel, vor allem wenn es sich um Überreste von Mammuten oder urzeitlichen Meeressäugern handelte. Derartige Entdeckungen weckten die Fantasie der Menschen und ließen noch heute bekannte Fabelgeschichten entstehen. So glaubte man etwa, dass Narwalzähne oder Mammutstoßzähne Einhorn-Hörner waren. Viele Apotheken verwandelten diese Zähne in heilsame Einhorn-Pülverchen, mit denen sich viel Geld verdienen ließ.

Elfenbein

Die Jagd nach dem „weißen Gold“ stellt heute die größte Bedrohung für die stolzen Rüsseltiere dar. Doch ihre prachtvollen Stoßzähne sind bereits seit der Frühgeschichte sehr begehrt. Die Ägypter etwa fertigten seit der Steinzeit Kunstwerke und Grabbeigaben aus Elfenbein. Ihre Fertigkeit gaben sie an die Völker des Mittelmeerraums weiter und schließlich wurden auch christliche Motive in Elfenbein geschnitzt. Zeitweise sagte man zudem Elfenbeinpulver magische Kräfte nach. Doch während im Altertum der Bedarf noch mit maßvoller Bejagung gedeckt werden konnte, brachte die Gier der Neuzeit die Dickhäuter bis an den Rand des Aussterbens.

Elefantensiegel

Ausgrabungen am Indus im heutigen Pakistan belegen, dass schon die frühen Hochkulturen der Sumerer und Babylonier die Kunst der Elefantenzähmung beherrschten. Ein in Speckstein geschnittenes Siegel aus dem 3. Jahrtausend vor Christus zeigt einen Elefanten mit Satteldecke. Andere Siegel, die zur Eigentumskennzeichnung verwendet wurden, zeigen Elefanten vor Futtertrögen. Auch in der Mythenwelt der damaligen Kulturen spielten die erhabenen Rüsseltiere eine Rolle. So fand sich beispielsweise ein Siegel mit einem Mischwesen aus Tiger, Stier und Elefant.

Der weiße Elefant des Donnergottes Indra

Die arischen Hirtenkrieger mit ihrem Donnergott Indra waren ursprünglich zu Pferd unterwegs und kamen vermutlich aus Zentralasien. Als sie im 2. Jahrtausend vor Christus im Norden Indiens einfielen, trafen sie erstmals auf Elefanten. Von den einheimischen Volksgruppen lernte sie die Kunst der Elefantenzähmung und zogen fortan mit Kriegselefanten ins Feld. Auch ihr Donnergott Indra wurde ab da auf dem weißen Elefanten Airavata dargestellt. Airavata soll aus dem urzeitlichen Milchozean entstanden sein, hat vier Stoßzähne und gilt als Stammvater aller Elefanten.

 

Elefanten im Reich der Mitte

Bereits im alten China spielten Elefanten eine Rolle in der Kunst. Noch während der Shang-Dynastie (16.-11. Jahrhundert v. Chr.) lebten die grauen Riesen dort und dienten gezähmt dem Menschen als Arbeitstiere oder „Ausstellungsstücke“ in zoologischen Anlagen. Mit zunehmender Besiedelung wurden sie jedoch immer weiter nach Süden verdrängt. Über den Handel mit den umliegenden Volksstämmen fanden aber nach wie vor Elefantenprodukte ihren Weg in das Reich der Mitte: Elefantenhäute für Rüstungen, Elfenbein fürs Kunsthandwerk oder Rüsselfleisch als Delikatesse.   (Stein-Elefanten, Buddhistisches Zentrum Nanshan, Sanya, Hainan, China)

Indien

Im alten Indien symbolisierten Elefanten Macht, Größe, Würde und Stolz. Es überrascht also nicht, dass die herrschenden Kasten der Priester und des Adels gerne auf prunkvoll gezierten Elefanten ihre Herrlichkeit demonstrierten. In altindischen Überlieferungen werden die Dickhäuter als den Königen wesensgleich dargestellt. Die stolzen Tiere spielten auch in religiösen Ritualen eine wichtige Rolle und dienten den Göttern des indischen Olymp.

 

Tibet

Als im sechsten Jahrhundert nach Christus der Mahayana-Buddhismus nach Tibet kam, entwickelte sich dort daraus die Mönchsreligion des Lamaismus. Die Wurzeln des Buddhismus lassen sich in zahlreichen Elefanten-Bildern und Statuen erkennen, die die tibetischen Tempelanlagen zieren.   (Tibetanische Malerei im Jokhang-Tempel, Lhasa, Tibet)

Siam - Thailand

Über enge Handelsbeziehungen kamen der Buddhismus und die indische Kultur ebenfalls in den Nachbarländern Thailand, Burma und Kambodscha an. Damit einher ging natürlich auch die Verehrung des Elefanten. Vor allem in Siam, dem Land der Thais, verbreitete sich ein besonderer Kult um den „weißen Elefanten“. Überlieferungen berichten, dass der Titel des Thai-Königs „Phra Chao Chang“, also „König des weißen Elefanten“ lautete. Auch Siam selbst war lange Zeit unter dem Namen „Land des weißen Elefanten“ bekannt.

Kambodscha - das Wunder von Angkor

Bis ins 15. Jahrhundert war Angkor im heutigen Kambodscha prächtiges Zentrum des Khmer-Reiches. Als die Cham aus dem heutigen Vietnam im 12. Jahrhundert die Stadt nach einem Krieg völlig zerstört zurückließen, wurde der Stadtkern unter König Jayavarman VII. komplett neu errichtet. Unter den neuen Gebäuden war auch der gewaltige Tempelpalast Bayon mit seiner 300 Meter langen „Elefantenterrasse“. Das imposante Relief zeigt unter anderem einen Kriegsaufmarsch der Khmer-Armee unter König Suryavarman II. Die beeindruckende Tempelstadt Angkor Wat wird heute oft auch als 8. Weltwunder bezeichnet.   (Kriegsaufmarsch mit Elefanten, Relief, Historische Galerie Angkor Wat, Kambodscha)

 

Ghana - Goldelefanten

Bei den Ashantis, dem mächtigsten der ghanaischen Akan-Völker, galt der Elefant als königliches Tier. Königliche Trommeln bestanden aus Elefantenhaut und die Trompeten hoher Würdenträger wurden aus Stoßzähnen gefertigt. Der Reichtum aller Akan-Völker beruhte auf den großen Goldvorkommen und dem erfolgreichen Goldschmiedehandwerk. Daher trugen die mächtigen Ashanti-Könige oftmals Goldschmuck in Form von Elefanten. Auch die vergoldeten Gewichte waren als Elefanten und andere Tiere gestaltet.

Kamerun - Macht und Würde

In Kamerun galt der Elefant als Symbol für überlegene Macht. Ausdruck fand diese Auffassung vor allem in meisterlich geschnitzten Elefantenmasken, die insbesondere bei Totenfeiern oder Tanzfesten getragen wurden. Die aufwendig und fantasievoll gestalteten Tanz- und Helmmasken durften nur von Häuptlingen, Männerbünden und Mitgliedern geheimer Jägergesellschaften getragen werden. Besonders schöne Anfertigungen werden dem Volk der Baoulé im Nordwesten Kameruns zugerechnet. Dort waren neben perlenbestickten Masken auch gewaltige Elefantengebilde verbreitet, die von zwei Männern getragen wurden.

Fabeltier

Bis zur Entstehung des römischen Weltreichs wurden Elefanten auch in der westlichen Welt als Kriegstiere eingesetzt. Unter den Römern führten die sanften Riesen dann ein eher kurzes und qualvolles Leben als Schaukämpfer im Amphitheater. Mit dem Ende des römischen Imperiums verschwand der Elefant immer mehr aus der Kunst und dem Gedächtnis der neuen Völker. Während der Ausbreitung des Christentums beherrschten biblische Erzählungen das Denken und Schaffen der jungen Völker. Die sanftmütigen Kolosse fanden allenfalls noch in Fabeln Erwähnung.

Buddhismus und Hinduismus

Himmlische Dienste

Inder haben ein beinahe freundschaftliches Verhältnis zu Tieren. Geprägt von den großen Religionen Hinduismus und Buddhismus empfinden sie eine tiefe Ehrfurcht vor der Natur. Die Lehre von der Seelenwanderung führt ihnen vor Augen, dass ihre Seele nach dem Tod auch in einem Tierkörper wiedergeboren werden kann. Neben der heiligen Kuh verehrt man in Indien auch Elefanten als Glücksbringer und Symbol göttlichen Wohlwollens. So dienen sie zum Beispiel als Tempelelefanten bei religiösen Zeremonien.

 

Die geflügelten Elefanten

Im Hinduismus ranken sich viele Legenden um die Entstehung des Elefanten. Eine berichtet von den geflügelten Elefanten, die sich mit den Wolken paarten. Doch eines Tages geschah es, dass die Riesen auf einem Baum landeten und ein Ast unter dem enormen Gewicht brach. Darunter saß ein heiliger Mann mit seinen Schülern, von denen dabei einige erschlagen wurden. Daraufhin flehte der Lehrer die Götter an, den Elefanten die Flügel zu nehmen. So kam es, dass die Rüsseltiere fortan die Erde bevölkerten und mit ihrer besonderen Beziehung zu den Wolken zu Fürsprechern in Dürrezeiten wurden.

Liebesgott Kama

Kama, der indische „Amor“, schießt der Überlieferung nach im Frühling mit Blumenpfeilen des Begehrens auf Mädchen, Ehefrauen und Asketen. Einmal soll er auf den Gott Shiva geschossen haben, damit dieser Parvati, Göttin der Schönheit, beachtete. Aus Zorn darüber verbrannte Shiva Kama zu Asche und die Liebe verschwand von der Erde. Daraufhin baten die anderen Götter Shiva um Nachsicht und Kama durfte wiedergeboren werden. In der Kunst wird Kama gerne auf einem Elefanten aus Frauenkörpern dargestellt. (Alte südindische Malerei aus dem heutigen Tiruchirapalli, Victoria & Albert Museum, London)

Ganesha

Ganesha wird im Hinduismus als Gott der Weisheit, der Gelehrsamkeit und des Wohlstands verehrt. Der Sohn von Shiva und Parvati wird mit dickbäuchigem Menschenkörper und Elefantenkopf, Symbol für Klugheit und Intelligenz, dargestellt.

Buddhas Elefanten-Inkarnation

Der Begründer des Buddhismus Gautama Siddharta, besser bekannt als Buddha, soll in einem früheren Leben ebenfalls ein Elefant gewesen sein. Bevor er in seinem letzten Leben vom reichen Prinzen zum bekannten asketischen Heilsverkünder wurde, soll er im Körper des schneeweißen Elefanten Chaddanta gelebt haben. Der Dickhäuter mit sechs Stoßzähnen und einer Herde von 8000 fliegenden Elefanten hatte zwei Frauen. Eine von ihnen wurde auf eigenen Wunsch nach ihrem Tod als Prinzessin wiedergeboren. Als solche ließ sie Jagd auf Chaddanta machen.

Regenbringer

Auf der Legende von den geflügelten Elefanten, die sich mit Wolken paarten, beruht der Glaube an die prächtigen Rüsseltiere als Regenbringer. Diese Vorstellung findet sich auch in einer weiteren Buddha-Erzählung wieder. Er soll schon einmal als Prinz gelebt haben und zu seiner Geburt bekam das Volk einen jungen weißen Elefanten von einer fliegenden Elefantenkuh, der das Land fortan vor Dürre bewahrte.

In Stein gemeißelt – Wächter-Elefanten

In Indien wird der Elefant seit Jahrtausenden als Glücksbringer und heiliges Tier verehrt. Bei den Buddhisten steht er für die Kraft der Erkenntnis, im Hinduismus ist er Diener der Götter und Symbol für kosmische Urkräfte und sinnhafte Lebenswirklichkeit. Kein Wunder also, dass die erhabenen Tiere oft auch als steinerne Wächter vor Tempeln, Klöstern und Palästen zu finden sind.   (Weiße Wächter-Elefanten vor dem Thanboddhay Kloster, Monywa, Myanmar)

Shakti - die elefantenköpfige Frau

Was für die Hindus Ganesha ist, ist für die tantrischen Buddhisten Ganipatihardaya. Die Verbildlichung der Muttergöttin Shakti ist eine Frau mit Elefantenkopf und steht für die kosmische weibliche Kraft. Die elefantenköpfige Frau wird häufig in Tanzstellung dargestellt, mit einer Kette in der einen und einem Beil in der anderen Hand. Mit ihren Haupthänden deutet sie die typischen Gesprächsgesten an.

Famous Elephants

Jumbo, Miss Baba, Tuffi

 Der Zirkuselefant Jumbo, aufgrund seiner Größe auch „König der Elefanten“ genannt, wurde am Bahnhof von Ontario, USA, von einer Lok angefahren und tödlich verletzt. Doch auch in Deutschland gab es namhafte Rüsseltiere.  Miss Baba, Elefantenkuh einer Wandermenagerie des 19. Jahrhunderts. Der indische Elefant soll 1857 von betrunkenen Schaulustigen im thüringischen Buttstädt in der Fastnachtszeit zu Tode gepiesackt worden sein. Und der wohl bekannteste Elefant des 20. Jahrhunderts war Tuffi, die Elefantenkuh aus dem Zirkus Althoff, die 1950 in Wuppertal aus einer fahrenden Schwebebahn in die Wupper sprang.

Vom Aussterben bedroht

Wilderei

Das Geschäft mit Elfenbein ist für die armen Länder Afrikas eine lukrative Einnahmequelle. Das im Oktober 1989 vereinbarte strikte Handelsverbot mit dem „weißen Gold“ stieß insbesondere bei den Ländern Simbabwe, Botswana, Namibia und Malawi auf Unverständnis. Den westlichen Ländern wurde vorgeworfen „Ökokolonialismus“ zu betreiben und Afrika als unterentwickelten Zoo für Touristen erhalten zu wollen. Schließlich wurde 1997 der Elefant wieder auf die Liste der in der Existenz bedrohten Tiere gesetzt und nicht mehr als vom Aussterben bedroht angesehen. Das Handelsverbot wurde gelockert unter der Bedingung, dass erneut ein striktes Verbot käme, sollte die Wilderei nicht eingedämmt werden.

Architektur, Bauwerke, Skulpturen

Ein Sandstein-Elefant in Paris

Der Franzose Emmanuel Frémiet schenkte Ende des 19. Jahrhunderts seine künstlerische Aufmerksamkeit dem Dickhäuter in Gefangenschaft. Der Bildhauer fertigte aus Sandstein einen lebensnahen Afrikanischen Elefanten, der mit Fangfesseln festgehalten wird. Das Gesicht des sanftmütigen Riesen hat den Ausdruck eines verzweifelten Schreis nach Freiheit.   (Elefant, Jardin du Trocadero, Paris I Emmanuel Frémiet * 06.12.1824 in Paris, † 10.09.1910 in Paris)

Roms Elefantenobelisk

Einst stahlen die Römer den Ägyptern einen Obelisken, den sie zu Ehren der Göttin Minerva in Rom aufstellten. Jahrhunderte später wurde das Monument des Altertums wiederentdeckt und auf Veranlassung von Papst Alexander VII. vor der Kirche Santa Maria sopra Minerva errichtet. Er sollte im städtischen Alltagsleben die Beständigkeit der christlichen Macht symbolisieren. Getragen wird der Obelisk auf dem Rücken eines steinernen Elefanten als Stütze von Macht und Weisheit. Die Steinskulptur wurde von Ercole Ferrata nach einem Entwurf von Giovanni Lorenzo Bernini gefertigt.   (Elefantenobelisk, Piazza della Minerva, Rom I Ercole Ferrata * 1610 in Pellio Intelvi, † 10.07.1686 in Rom)

Zoologischer Garten, Berlin

Ein beliebtes Fotomotiv bei Besuchern des Zoologischen Gartens in Berlin ist das Elefantenportal. Die Säulen des farbenprächtigen Tores werden von zwei Dickhäutern aus Sandstein getragen. Nachdem die Elefanten im 2. Weltkrieg völlig zerstört worden waren, wurden sie 1985 nach den alten Plänen ihres Schöpfers, Tierbildhauer Jochen Ihle, wiederhergestellt.   (Elefantenportal, An der Budapester Straße, Berlin I Hans Joachim Ihle * 21.12.1919 in Berlin, † 15.12.1997 in Burgdorf)

 

Notre-Dame, Paris

In den Anfängen der christlichen Kultur kaum bekannt und daher in der Kunst unbedeutend, eroberten sich die Rüsselriesen im Laufe der Zeit ihren Platz in der abendländischen Kunst langsam aber sicher zurück. In der Gotik entdeckten vor allem Steinmetze die exotischen Tiere für sich. So kam es, dass auch auf der ehrwürdigen Kathedrale Notre-Dame in Paris ein steinerner Vertreter der stolzen Dickhäuter zu finden ist.   (Stein-Elefant, Notre-Dame, Paris)

Hamburg, Hagenbecks Tierpark

Eine weitere bekannte Elefantenskulptur findet sich in Hamburg. Das Haupttor von Hagenbecks Tierpark ziert seit 1907 ein gewaltiger Elefantenkopf. Wenn man bedenkt, dass der Tiergarten seit mehr als 100 Jahren für seine Pionierarbeit in der Elefantenhaltung berühmt ist, ist dieses Portal sehr passend gestaltet.   (Elefantenkopf, Haupttor zu Hagenbecks Tierpark, Hamburg I Josef Pallenberg * 06.08.1882 in Köln, † 26.06.1946 in Düsseldorf)

Der gläserne Elefant von Hamm

Anlässlich Nordrhein-Westfalens erster Landesgartenschau 1984 verwandelte der Künstler Horst Rellecke die Kohlenwäsche der stillgelegten Maximilian-Zeche in einen postmodernen Pop-Art-Elefanten. Als Körper wurde das Betonfundament des Gebäudes verwendet. Darauf sitzt ein kubistischer Glaskopf, dem als Tragwerk der Rüssel dient. In diesem befindet sich ein Aufzug, der die Besucher zu Aussichtsplattform bringt. Im Schwanz des Rüsseltiers befindet sich ein Notausgang. Im Kopf selbst ist ein Garten angelegt, in dem man verschiedene bewegliche Kunstwerke bestaunen kann.   (Gläserner Elefant, Maximilanpark, Hamm I Horst Rellecke * 1951 in Duisburg)

Ein Elefantenmonument für Ludwig XV.

Auf ganz besondere Art und Weise sollte der französische König Ludwig XV. geehrt werden, jedenfalls wenn es nach Charles-François Ribart gegangen wäre. Das Mitglied der Akademie der Wissenschaften wollte auf der Place de l’Etoile einen gewaltigen Elefanten aus Bronze errichten. Darin sollte ein Festsaal mit Thron Platz finden, während aus dem Rüssel Wasser in ein Bassin fließen sollte. Auf dem Rücken war ein Turmaufbau mit der Figur des Königs geplant. Allerdings wurde der Architekt für seine Idee mehr verhöhnt denn bewundert, so dass es beim bloßen Entwurf blieb.   (Entwurf eines Elefantenmonuments, Musée de Louvre, Paris I Charles-François Ribart)

Ein Elefant für August den Starken

Für den Kurfürsten von Sachsen und König von Polen, August den Starken, entwarf und fertigte Johann Melchior Dinglinger einen Miniaturpalast mit dem Hofstaat Delhis. Die Szenerie zeigt die Geburtstagsfeier des Großmoguls Aurangzeb. Ein Teil davon ist ein mit Prunk gezäumter Elefant mit Howdah auf dem Rücken, der sich zusammen mit zwei Würdenträgern vor dem Großmogul verneigt.   (Würdenträger mit Elefant, Grünes Gewölbe, Staatliche Kunstsammlungen, Dresden I Johann Melchior Dinglinger * 26.12.1664 in Biberach an der Riß, † 06.03.1731 in Dresden)

Auf den Elefanten gekommen

The Elephant Room in den USA

Nicht nur der Nürnberger Elephant Room hat so einiges zu bieten. Selbst der Wilde Westen ist auf den Elefanten gekommen. Im texanischen Austin kann man im Elephant Room jazzigen Klängen lauschen und dabei in entspannter Atmosphäre den einen oder anderen Cocktail genießen.

The Elephant Circle

Einen elefantastischen Musikmix kann man in Nürnberg erleben. 2007 als fünfköpfige Band gestartet, begeisterte The Elephant Circus um Band-Leader Uli Tsitsos sieben Jahre mit einem Wüstensound, der sich irgendwo zwischen Country und Indie-Rock bewegt und auch ein bisschen an Johnny Cash und Bob Dylan erinnert. Nach fünf Jahren Pause kehrte die Band 2019 als Trio mit einem neuen Album zurück in die Manege.

Biere und Elefanten

Für elefantösen Biergenuss sorgen das Riedenburger Brauhaus und die Brauerei Carlsberg. Das niederbayerische Traditionsunternehmen schickte einst seine Söhne auf die Suche nach neuem Bier. Die beiden kamen zurück mit einem Indian Pale Ale, dem Dolden Sud. Ihre Reise wird auf den Flaschen als Ritt auf einem indischen Elefanten gezeigt. Bei der dänischen Carlsberg Brauerei spielt der Elefant dagegen schon mehr als ein Jahrhundert eine tragende Rolle. Teil des Kopenhager Hauptquartiers ist der sogenannte Elefantenturm, der von vier Steinelefanten gestützt wird. Kein Wunder also, dass 1955 das Starkbier Elephant Beer auf den Markt kam.

Elephant meets Company

Nicht nur in Kunst und Kultur ist der sanftmütige Dickhäuter zu finden. Quer durch alle Unternehmensbranchen sind die Rüsseltiere zu finden. Wer kennt nicht den gestreiften Elefanten auf den Caparol Farben oder die Elefanten-Schuhe? Auch Software-Entwickler sind auf den Elefanten gekommen. So ist das Tier etwa Markenzeichen des Online-Notizbuchs Evernote und der Software Apache hadoop. Das Unternehmen First Elephant Self Storage und die Werbeagentur Rosa Elefant tragen den Koloss sogar im Namen.